Essener Forscher nutzen ein körpereigenes Protein als Bauplan, um Gewebeschäden nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder Organtransplantation deutlich zu reduzieren. Grundlage ist ein körpereigenes Protein, dessen Funktionen umdesignt wurden, um den Signalweg in die Apoptose beziehungsweise Nekrose zu verhindern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal Nature Communications.
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Bei BioNTech rücken Fragen zum geplanten neuen mRNA-Unternehmen der einstigen Gründer in den Fokus, beziehungsweise sie werden vielleicht auch nicht ganz ohne Eigeninteresse auf die offene Bühne gezerrt. Der geplante Umbau bei BioNTech hat einen medial sehr präsenten Aktionär auf den Plan gerufen. Bernd Förtsch, Gründer der Börsenmedien AG (unter anderem „Der Aktionär“) und langjähriger Aktionär des Unternehmens, hat dem Aufsichtsrat einen umfangreichen Fragenkatalog zum angekündigten Start-up des scheidenden Gründerehepaars mit der möglichen Übertragung oder Lizenzierung zentraler mRNA-Technologien vorgelegt und prüft nach eigenen Angaben mögliche rechtliche Schritte. In Mainz gibt man sich bedeckt und betont, dass man die Fragen bereits beantwortet habe.
Das Medtech-Unternehmen Vivalyx aus Köln ist unter den Gewinnern des diesjährigen Entrepreneurs Awards der ODDO BHF Gruppe.
Mitte Juni wurde in Leipzig das MITCenter – Zentrum für medizinische Innovation und Technologie offiziell eröffnet. Der Auftrag für die Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Leipzig lautet: Expertise aus Forschung und dem klinischen Alltag mit unternehmerischem Denken zu kombinieren, damit Ideen schneller in der täglichen Anwendung ankommen.
Nach Jahren erbitterter Debatten hat das Europäische Parlament den Weg für Neue genomische Techniken freigemacht. Während Züchter und Forscher von einem überfälligen Modernisierungsschritt sprechen, warnen die Grünen vor einer Deregulierung. Die wissenschaftliche Evidenz spricht allerdings eher für die Befürworter. Wenn der Nebel verraucht ist, könnte auch wieder in den Vordergrund gerückt werden, um welche neuen Pflanzensorten es eigentlich geht, und was die Technologie dabei möglich macht. Einige deutsche Saatgutzüchter zeigen sich durchaus erleichtert, im internationalen Wettbewerb auch die heimische Region bearbeiten zu können.
Forscher von BioNTech und Partnern berichten in Nature Immunology über zwei mRNA-basierte Tuberkulose-Impfstoffkandidaten, die in Tiermodellen starke Immunantworten auslösten und die bakterielle Last nach einer Infektion deutlich senkten. Die Kandidaten BNT164a1 und BNT164b1 befinden sich bereits in klinischen Phase I/II-Studien.
Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) startet die Orbital BioWorks Challenge. Europäische Teams können bis zu 1,65 Mio. Euro Förderung erhalten, um Biotech- und Pharmaanwendungen für die Schwerelosigkeit zu entwickeln. Zusätzlich finanziert SPRIND den Zugang zur kommerziellen Raumstation Haven-1, die vom US-Unternehmen VAST betrieben werden wird.
Peter Garcia wurde Anfang Juni neuer Finanzvorstand des Biotechnologie-Unternehmens CatalYm (München/San Francisco).
Die Verordnung zu den neuen genomischen Techniken (NGT) hat im Umweltausschuss (ENVI) des Europäischen Parlaments eine deutliche Zustimmung erhalten. Die 37 Änderungsanträge wurden abgelehnt, der im Trilog ausgehandelte Kompromisstext wurde mit 56 Ja- gegen 32 Nein-Stimmen angenommen. Die Schlussabstimmung im Plenum des Europäischen Parlaments erfolgt am 17. Juni.
HMNC Brain Health hat eine erste Tranche seiner Series-B-Finanzierung über 50 Mio. US-Dollar abgeschlossen. Hauptinvestor ist MEDICE, das zugleich die europäischen Vermarktungsrechte für den Ketamin-Kandidaten KET01 erhält. Die Mittel sollen die klinische Entwicklung der Pipeline finanzieren. Die Münchner HMNC verfolgt seit Jahren Ansätze der Präzisionspsychiatrie.

DZHK, LMU München, Prof. Dr. Alexander Bartelt
Biontech SE
ODDO BHF Gruppe
Universitätsklinikum Leipzig
Roman Thomas, KWS AG
Public Domain (CDC/Alissa Eckert; James Archer)
CatalYm GmbH